Alle Artikel von Andrea Claudia Delp

Die Siebtlingsgeburt

Alle Jahre wieder – der SEO-DAY findet am 12. Oktober 2017 in Köln statt. Und wie jedes Jahr gibt es natürlich auch einen schönen SEO-Contest.  Die Aufgabenstellung: Erstellt und optimiert Seiten für das Wort “Siebtlingsgeburt”. Der Contest endet am 12. Oktober um 19.00 Uhr mit dem SEO-DAY. Wer dann mit dem Keyword bei Google auf den Plätzen 1 bis 15 zu finden ist, kann sich auf ein paar attraktive Preise und die Siegerehrung freuen.

Moment mal – was ist denn eine Siebtlingsgeburt?

Das Wort dürfte gar nicht existieren, so viel ist klar. Dennoch gibt es aber eine ganz logische Erklärung: Der SEO-DAY wird 7 Jahre alt und findet damit zum siebten Mal statt. Geboren wurde das Event am 26.10.2010 unter der Feder von Fabian Rossbacher. Mit der Zeit bekommt man wohl Übung, die Siebtlingsgeburt mitsamt Geburtsvorbereitungen dürfte  Fabian wohl meisterhaft über die Bühne bringen. Ach ja … und von wegen Bühne: Da finden sich selbstverständlich wie immer echte SEO-Stars, die Euch zeigen, wie es funktioniert.

Könnte es noch weitere Bedeutungen geben?

Während Google den Begriff Siebtlingsgeburt zu Beginn noch mit der Geburt von Siebenlingen verwechselt hat und entsprechende Suchvorschläge lieferte, scheint das vorbei zu sein. Innerhalb von drei Tagen hat Google verstanden, dass es sich um ein anderes Thema handelt. Der Beitrag zur Siebenlingsgeburt, der sich ganz oben in der Ergebnisliste findet, ist dennoch interessant: Erst im Jahr 2016 haben Siebenlinge erstmals überlebt: Beitrag zum Thema Siebenlingsgeburt. Es bleibt zu hoffen, dass Fabian und der SEO-DAY das also im Jahr 2017 zu toppen wissen und weiter “überleben”, um die SEO-Welt damit zu bereichern.

siebtlingsgeburt
Siebtlingsgeburt

Die Phasen der Siebtlingsgeburt

Was Ihr schon immer über die Siebtlingsgeburt wissen wolltet – Fakten und wichtige Informationen zum Thema findet Ihr hier. Da wir alle keine Zeit für einen Geburtsvorbereitungskurs haben, stelle ich Euch nun die Phasen der Siebtlingsgeburt vor ;-):

Startschuss: Die Eröffnungsphase
Ja, Ihr Lieben – jetzt gehts los. Die Wehen setzen ein. Das kennen wir alle, oder? Schmerzen in immer kürzeren Abständen lassen die Worte nur qualvoll heraus kommen und auch die Verfügbarkeit der Domain bereitet Sorgenfalten angesichts der langen Zeit, bis auch der Telekom-DNS-Server endlich soweit ist. Die gute Nachricht aber lautet: Die Eröffnungsphase dauert bei der ersten Geburt am längsten und wird dann im Laufe der Geburten kürzer. Prima. Bei Nummer sieben dürfte also der Prozess schnell voran gehen. Wie sich das allerdings bei sieben gleichzeitig darstellt … ich wage keine genaue Prognose.

Die Übergangsphase
Es wird jetzt richtig ernst – der Schmerzpegel erreicht seinen Höchststand und dennoch ist Pressen noch nicht der richtige Weg. Klar, erstmal Onpage optmieren – danach fangen wir mit der Offpage-Optimierung an. Unsere Siebtlingsgeburt schreitet voran.

Die Austreibungsphase
Die Siebtlingsgeburt neigt sich langsam dem Ende zu. Kopf, Schulter und dann Rumpf und Beine kommen ans Tageslicht. Klar, die Aufnahme in den Google-Index können wir dankbarerweise beschleunigen, indem wir die Seite in den Google Webmaster Tools (Search Console) einfach zur Indexierung aufnehmen. Es geht schnell voran – die Geburt eines SEO-Projekts in dieser Phase ist dankbarerweise einfach.

Die Nachgeburtsphase: Endspurt für die Siebtlingsgeburt!
Die Nachgeburtsphase ist für unseren Arbeitsbereich keineswegs ein Spaziergang. Links müssen her und zwar möglichst solche mit viel Power. Die kurze Vorlaufzeit und mächtige Konkurrenz erfordern hier schnelles und effizientes Handeln. Erlaubt ist Alles – da können einem schon einige Ideen kommen. Wie weit man mit nachhaltiger Optimierung und Whitehat-Methoden kommt, bleibt abzuwarten. Nachverfolgen lässt sich das an diesem Blog zur Siebtlingsgeburt.

Alle Infos im Überblick

Für die bessere Übersicht habe ich hier nochmal alle wichtigen Infos in einer Grafik für Euch zusammen gefasst:

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Das Deutsche Institut für Siebtlingsgeburten informiert mit diesem übersichtlichen Diagramm

Zusammengefasst

Die Siebtlingsgeburt ist interessant – ein Wettbewerb unter SEOs, der es in sich hat. Entscheidend ist am Ende aber keineswegs nur das Können. Zeitliche Verfügbarkeit und die Möglichkeit, sich so kurzfristig um den Wettbewerb zu kümmern – das muss nun einmal gegeben sein und für Viele nicht im Rahmen der Möglichkeiten. Aufgrund der kurzen Zeit werden damit auch solche Seiten begünstigt, die eben auf einen schnellen Aufbau setzen. Wie nachhaltig das ist, bleibt aber eine andere Frage. Dennoch: Schaut rein beim Wettbewerb und beim SEO-DAY – es ist und bleibt spannend bis zur letzten Minute. Rund 1.700 Suchergebnisse finden sich schon nach nur wenigen Tagen – wir werden sehen, wer das Rennen macht.

Aktuelles zur Siebtlingsgeburt

News und Infos zum Thema:

Korrektur/Ergänzung am 27.09.2018: Rund 2.000 Suchergebnisse finden sich inzwischen für das Keyword “Siebtlingsgeburt”. Es bleibt spannend. :-)

 

SEO CAMPIXX 2017

Die SEO-Campixx ist einfach ein Ereignis. Alle Jahre wieder trifft sich die SEO-Szene am Müggelsee. Alte Hasen und Neulinge im Bereich treffen aufeinander … neben den vielen Vorträgen steht vor allem das Netzwerken im Vordergrund. Nirgendwo sonst erfährt man so viel und kann sich so hervorragend austauschen. Über Projekte, über Tests, über aktuelle Entwicklungen, über technische SEO-Themen, über redaktionelle SEO-Themen, über Tools und was auch immer eben auszutauschen ist.

Hier entlang geht es zur SEO-Konferenz der besonderen Art.

Nach einer schlaflosen Nacht aufgrund gesundheitlicher Probleme ist am Morgen dieses Bild mit den Speakern der Veranstaltung entstanden. Und es erzählt eigentlich schon den wesentlichsten Teil der Geschichte: Es war einfach gut.

seo-campixx-2017

Nicht jeder Tag fängt mit so einem Feuerwerk an … das Team rund um Marco Janck (www.sumago.de) hat sich also den Dank wirklich verdient. Aber sowas von! Nach der Keynote ging es dann an die ersten Sessions.

Maximilian Muhr (www.urlaubspiraten.de oder  https://www.instagram.com/maxberlin/) und Jan Achtermann (www.sparwelt.de, oder https://www.xing.com/profile/Jan_Achtermann3)  haben über ihren Erfolg für Sparwelt gesprochen. Und damit bestätigt, was wirklich wichtig ist: Eine Seite muss zuerst auf der Onpage-Seite ‘aufgeräumt’ werden … mit der Schaffung von Silos, mit der Entfernung überflüssiger Seiten, mit Snippet-Optimierungen und vielem mehr. Erst danach ist die Offpage-Optimierung dran. Spannende Einblicke zu Negativ-SEO-Attacken im Gutscheinbereich und die Entwicklung der Rankings im Rahmen der Attacken  waren ebenfalls inklusive. Und wer einen guten Job macht, wird dann auch belohnt … so wie das SEO-Duo von Sparwelt.

maximilian-muhr-jan-martin-achtermann

Kerstin Reichert (http://www.kerstinreichert.com/)hat in einer recht aussergewöhnlichen Session eine Diskussion über Frauen im Bereich SEO angestossen. Es gibt viele Meinungen und Haltungen zum Thema. Das wurde auch vor Ort ziemlich deutlich. Die Zeit hat bei weitem  nicht gereicht, um die Komplexität zu beleuchten. Dennoch war der eine oder andere Impuls oder Gedanke und die Sicht anderer Menschen schadet letztlich nie.

Meine eigene Session mit einem Rundum-Schlag zum Thema Linkbuilding könnt Ihr hier im Blog nachlesen: Rund um die Offpage Optimierung.

Der letzte Rest an Energie ist in interessanten Gesprächen mit vielen großartigen Menschen wie Stefan Godulla, Sven Deutschländer (http://www.seo-profi-berlin.de/), Sonja Kraus sowie anderen und bei einer Video-Session mit Markus Orlinski, Maximilian Muhr und Jan Martin Achtermann geblieben. Angesichts der Situation und eines extrem vollen Terminkalenders musste ich auf den Samstag Abend und den Sonntag ganz verzichten. Ich habe viel verpasst, aber manchmal spielt das Leben eben anders. Und wenn es so gut ist, dass ich sogar für längere Zeit meinen Zustand an diesem Tag vergesse, dann bedeutet das wirklich viel.

Zu guter letzt möchte ich Euch das Laufsteg-Video nicht vorenthalten, das Andreas Fiedler (https://www.dd-communication.de/) für uns festgehalten hat. Alles weitere muss dann wohl bis zum kommenden Jahr warten. Hoffentlich hat niemand hat die all die Biere, die ich nicht getrunken habe, aufgehoben ;-).

 

Es war toll mit Euch … danke. Zu guter letzt vor allem nochmal an das Campixx-Team, das mir auch freundlicherweise das Bild der Speaker zur Verfügung gestellt hat.

Offpage Optimierung – Nachhaltig gute Sichtbarkeit

Google selbst hat es gesagt – die externe Verlinkung einer Seite ist nach wie vor ein wichtiges Merkmal für die Bewertung einer Seite. Ohne Links sind Rankings in den allermeisten Fällen praktisch nicht erreichbar. Dass minderwertige Links in eine algorithmische oder manuelle Abstrafung führen können, ist darüber hinaus nichts Neues. Und dennoch beschäftige ich mich häufig mit Link-Audits und den Fehlern, die in der Vergangenheit gemacht wurden oder die noch immer fortgesetzt werden. Ein Blick auf die häufigsten Missgeschicke zu einem Thema, das sich ohnehin  nicht allzu leicht erschließt, kann hilfreich sein.

offpage-optimierung

 Es geht immer nur um den Link?

Unsinn. Vergesst die simple Haltung ‘ich brauche Links’ und erkennt, dass Links und Erwähnungen die logische Folge eines hervorragenden Online-Marketings ist. Wer ein Unternehmen betreibt, will sich schliesslich damit nicht verstecken, oder? Und es hat noch nie etwas dagegen gesprochen, sich oder seine Sache bekannt zu machen. In diesem Sinne erreicht Ihr einen nachhaltigen Linkaufbau mit möglichst geringem Risiko.

Der eigentlich irrelevanten Frage “Kannst Du eine bestimmte Zahl an Links im Monat aufbauen?” ernsthaft zu begegnen, braucht mehr als eine stark vereinfache Weltbetrachtung. Noch viel zu tief sind alte Methoden und ein stark vereinfachtes Verständnis der Arbeit als SEO in den Köpfen verankert. Und auch viele Content-Marketing-Aktionen laufen vorbei an der eigentlichen Zielsetzung von Unternehmen: Umsatz, Deckungsbeitrag, CLV und andere Zielgrössen lassen sich nicht über eine bestimmte Linkanzahl verbesser. Vielmehr geht es um eine Gesamtbetrachtung, die keineswegs nur auf gute Rankings setzt, sondern andere Kanäle einbezieht und direkte Auswirkungen auf das Erreichen Eurer Ziele hat.

 First Things First

Wenn die Onpage-Optimierung nicht erfolgt ist, kann die Offpage-Optimierung nur begrenzte Erfolg bringen. Redaktionell, technisch, strukturell und inhaltlich muss eine Seite gut aufgestellt sein, um dafür Links zu bekommen. Was jahrelang als “Linkbuilding” bezeichnet wurde, trägt heute oft den Namen Content Marketing. Generell hat aber noch nie etwas dagegen gesprochen, sich sichtbar zu machen. Im Gegensatz zum früheren Linkaufbau allerdings stehen heute die Qualität im Vordergrund.

  • Gesamtkonzept / USP.
  • Ordentliche Onpage-Optimierung.
  • Hervorragende Inhalte.

Offpage-Optimierung: Nicht ohne Einzigartigkeit

Welcher Inhalt auch immer verlinkt oder erwähnt werden soll – er muss hervorragend sein. Diese Aussage ist nichts Neues und dennoch stellt sich immer wieder die Frage wie das gelingen kann. Ein Blick auf den Begriff der “USP” ist dabei hilfreich, der vor allem auf Einzigartigkeut und Abgrenzung setzt. Wie schaffen wir Einzigartigkeit? Indem wir Merkmale hinzufügen, die die Wettbewerber nicht aufweisen. Das Auffinden solcher Merkmale kann im Zuge der folgenden Schritte erfolgen:

  • Zielgruppe definieren.
  • Wettbewerber analysieren bezüglich USP.
  • Schwachpunkte der Wettbewerber heraus arbeiten.
  • Besonders Interessant: Kundenaussagen.
  • Eigene Stärken definieren.
  • Aussagen fokussieren.

Eine weitere Möglichkeit, hervorragende Inhalte zu schaffen, habe ich ausserdem in einem Beitrag zum Thema ‘Customer Insights’ für den OnPage.org-Blog beschrieben: Customer Insights – Hervorragende Inhalte schaffen. Damit könnt Ihr Euren Inhalte auf die Füsse helfen, so dass eine klare Abgrenzung entsteht, die vor allem zielgerichtet die richtigen Kunden mit hervorragenden Inhalten anspricht.

Contentideen können neben den genannten Vorschlägen auch durch den Einsatz von Kreativitätstechniken entstehen. Ob Mindmapping, Brainstorming, Brainwriting oder andere Techniken: Kreative Gedanken bringen ein Maximum an denkbaren Möglichkeiten, die zwigend notwendige Einzigartigkeit zu schaffen. Es empfiehlt sich dabei, auch Personen einzubeziehen, die nicht mit der Thematik Eurer Seite vertraut sind. Warum das so ist? Ganz einfach: Wer nicht ‘vorbelastet’ ist, kann sich leichter öffnen und neue Gedanken ins Spiel bringen.

Grundlage: Erfahrung im Linkbuilding

Allzu häufig werden Links aufgebaut, ohne ausreichende Erfahrungswerte im Linkbuilding, Content Marketing und generell in der Offpage-Optimierung zu haben. Diese mangelnde Erfahrung offenbart sich häufig schon bei Fragen wie “Haben Sie schon einmal erfolgreich an der Beseitigung einer Abstrafung mit gearbeitet?”.  Wer mit “nein” antwortet, kann eigentlich nicht wissen, was bei Google zum Herunterstufen der Seite führt und wann es an der Zeit für eine manuelle Abstrafung ist. Die notwendige Erfahrung kommt dabei nicht mit einer einzigen erfolgreichen Penalty-Recovery – vielmehr sind in der Regel etwa drei Aufgabenstellungen dieser Art notwendig, um von überhaupt von “Erfahrung” sprechen zu können.

Darüber hinaus sollten nicht nur SEO-Kenntnisse vorliegen. Der Kontakt mit entsprechenden Medien setzt voraus, dass man mit diesen auch kommunizieren kann. Wer bei einem großen News-Portal anruft und sagt “Ich bin SEO und will ein Thema unterbringen” oder Standardmails mit Themenvorschlägen verschickt, kann sich auf eine garantierte Absage einstellen. Besser ist eine gute Vorauswahl, persönliche Ansprache – das Thema SEO nicht in den Vordergrund stellen und schlicht gute Inhalte und Themen anbieten, von denen die veröffentlichende Seite profitiert (also beispielsweise Seitenbesucher darüber erhält, weil es die Thematik auf der betreffenden Seite noch nicht gibt, obwohl sie relevant wäre).

Das Erlangen richtig guter Links ist Arbeit. Beginnend mit der Recherche bis hin zu Erstellung entsprechender Inhalte und gegebenenfalls auch in der Nachbereitung. Einmal erfolgreich aufgebaute Kontakte können dafür aber langfristig zu äußerst positiven Kooperationen führen. Mindestens ist für Anfänger aber ein Coaching sinnvoll. Wer keine Reputation als Autor hat sieht sich beim Platzierung entsprechender Beiträge mit Schwierigkeiten konfrontiert. Klein anfangen, erste Referenzen schaffen und dann nach und nach größere Medien ansprechen – das ist ein Erfolg versprechender Weg. Allerdings dauert der aber auch recht lange. Wer keine Kontakte hat und schnell voran kommen will oder muss, sollte Hilfe in Anspruch nehmen.

Die folgenden Punkte solltet Ihr im Zuge der Auswahl linkgebender Seiten beachten:

  • Allgemeiner Eindruck der Seite.
  • Passt die Seite zur eigenen Zielgruppe?
  • Thematisch passend?
  • Historie der Seite.
  • Sichtbarkeit der Seite?
  • Penalties vorhanden?
  • Eingangslinks der Seite?
  • Ausgangslinks der Seite?
  • Linkverkäufer-Seite?
  • Platzierung des Links?
  • Security (gehackte Seiten bekommen schnell eine Penalty).

 Linkaufbau nicht ohne Einsatz von Tools

Äußerst kritisch zeigen sich solche Vorgehensweisen, bei denen blindlings Links verteilt werden. Nicht jede Seite, die optisch gut aussieht, wird auch von Google positiv bewertet. Eine Einschätzung, ob ein Link möglicherweise Schaden anrichtet … das ist ausschließlich unter Zuhilfenahme geeigneter Tools möglich. Dabei zeigen die Branchenbesten beispielsweise den Sichtbarkeitsverlauf mitsamt wichtigen Google Updates. Ist eine Seite zeitgleich mit einem Pinguin-Update stark in der Sichtbarkeit gefallen, ohne sich wieder zu erholen, dann sollte das beispielsweise ein Warnsignal sein.

Der Google Real Time Penguin hat zur Folge, dass es keine großen Pinguin-Updates mehr geben wird. Das macht die Einschätzung noch schwieriger, da kein Zeitpunkt auffindbar ist, zu dem starke Rankingverluste mit einem Google Update in Zusammenhang gebracht werden können. Hier hilft nur ein genauer Blick auf die externe Verlinkung dieser Seite, auf den Zeitpunkt der Entstehung dieser Links und einem Vergleich mit der Entwicklung der Rankings. Auch das ist ohne Tools nicht zu bewältigen. Die so genannte Link Velocity (also wie viele Links wurden wann neu hinzu gewonnen und/oder verloren) bekommt beim Check einer Seite auf Link-Eignung insofern eine neue Bedeutung.

Bei den Tools eignen sich für einen ersten Check die “üblichen Verdächtigen” wie Sistrix, Searchmetrics und andere. Speziell für die Überwachung von Eingangslinks und auch zum Vergleich mit dem Linkprofilen von Wettbewerbern und mehr ist der Branchenbeste LRT seit vielen Jahren ungeschlagen. Auch Majestic oder ahrefs.com sind gute Tools … allerdings ist die Einschätzung der Link mit LRT deutlich besser. Das macht sich vor allem bei großen Mengen an zu prüfenden Links bemerkbar. Ein ergänzendes Tool wie Cognitive SEO ist kein Fehler, um möglichst viele Links und Weiterleitungen finden zu können.

Offpage Optimierung läuft – und zwar von alleine?

Hartnäckig hält sich der Glaube, dass Links “schon von alleine kommen werden, wenn man nur guten Content hat”. Das mag richtig sein für große Unternehmen, die entsprechend umfangreiche Budgets für die Öffentlichkeitsarbeit haben. Für kleinere Unternehmen ist es aber oft ausgesprochen illusorisch. Die Erfahrung zeigt: Die Links kommen eben  nicht von alleine. Guter Content ist zwingende Voraussetzung – aber Journalisten, Blogger und andere entdecken und verlinken eine Seite nicht “einfach so”. Man muss daran arbeiten, eine Seite und deren Inhalte bekannt zu machen. Das funktioniert auf verschiedensten Wegen – welcher der Richtige ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Mit ein paar ersten Tipps und Ideen für gutes Content Marketing zur Gewinnung von Links kommt Ihr schon auf die richtige Spur:

  • Online-PR: Die Öffentlichkeitsarbeit im Netz ist ein mehrfacher Hinsicht ein schlagkräftiges Instrument. In Beiträgen auf passenden Medienseiten kann man das Unternehmen, die Dienstleistungen oder Produkte gut darstellen und gewinnt so Bekanntheit. Dass dann auch ein Link enthalten ist (nach dem man ruhig auch aktiv fragen sollte), bringt gleichzeit die Seite bei Google nach vorne. Im Vordergrund steht hier die Frage: Wohin passt das Thema? Werden die richtigen Leser angesprochen? Kann ich von der Veröffentlichung  positive Effekte für den Bekanntheitsgrad erwarten?
  • Angebote: Wer etwa einen Shop hat und dort Aktionen bietet, kann diese Aktionen über zahlreiche Seiten und Blogs bekannt machen, die attraktive Rabattaktionen posten und dann auch die entsprechende Seite verlinken. Dabei immer daran denken: Eine Seite sollte vorher überprüft werden, ob der Link nicht womöglich schädliche Wirkung haben kann.
  • Gastbeiträge in Blogs: Solche Beiträge sind eine gute Möglichkeit, den einen oder anderen Link zu bekommen. Welche Blogs Gastautoren aufnehmen, findet man meist leicht heraus, indem man auf der Seite nach einem entsprechenden Hinweis sucht.
  • Firmenverzeichnisse: Es gibt qualitativ hochwertige Verzeichnisse, bei denen sich ein Eintrag mit Verlinkung durchaus lohnt.
  • Genereller Outreach: Hervorragenden Content zu erstellen und diesen dann über große und namhafte Presseportale (die tatsächlich auch von Journalisten genutzt werden) zu vermarkten – das ist ein Ansatz. Eine Garantie, dass daraus Links entstehen, gibt es aber nicht. Die direkte Ansprache von Medien ist ergänzend aber dennoch wichtig.
  • Kunden, Lieferanten, Kooperationspartner, Netzwerkpartner, Sponsoring, Mitgliedschaften.
  • Und vieles mehr.

Kreativität als Erfolgsfaktor in der Offpage Optimierung

Zugegeben – es gibt Themen, für die es schwer ist, in großen Medien mit schlagkräftigen Links unter zu kommen. Aber: Der Einsatz von Zeit für kreative Ideen lohnt sich. Man kann auch mit Themen, die auf den ersten Blick nicht viel hergeben viele Punkte sammeln. Ganz allgemein lohnt sich eine Betrachtung eines übergeordneten Themas. Wer etwa Kinderschuhe verkaufen will, wird bei anderen Shops auf Schwierigkeiten stoßen. Beiträge zum Thema Orthopädie – auch unter Zuhilfenahme von Experten im Interview – kann dagegen ein attraktiver Inhalt sein, der sehr wohl Interessenten für eine Veröffentlichung findet.

Wer bei der Frage ‘Woher könnte ich Links bekommen und welches Thema könnte ich platzieren?’ nicht weiter kommt, kann es mit Kreativitätstechniken wie der Mindmap, dem Brainstorming und anderen versuchen. Dabei lohnt sich eine möglichst offene Herangehensweise. Entlang des Beispiels Kinderschuhe wäre also die Aufgabenstellung einfach das Auffinden von spannenden Themen und nicht die Frage ‘Womit bekomme ich Links?’. Die kommen nämlich nur dann, wenn man eine interessante Story zu erzählen hat.

Entlang des Beispiels Travel24 wird etwa deutlich, dass die Thematik “Hoteldiebe” bei unterschiedlichen Medien gut angekommen ist und für Links zu schwierigen Keywords gesorgt hat:

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Aber das skaliert ja nicht?

Die erste und wichtigste Frage vorweg: Muss es das? Muss eine bestimmte Linkanzahl erreicht werden? Mein Erfahrungswert dazu: Nein, es ist nicht notwendig. Auch kleinere Seiten können gute Rankings erzielen, indem qualitativ hochwertige Links auf diese Seite weisen. Und das Beispiel der Urlaubsgurus zeigt, dass es darüber hinaus sehr wohl skalieren kann – ein gutes Thema lässt sich mehrfach verwerten. Ein gutes Thema kann im Übrigen auch ein Anbietervergleich sein, in dem Wettbewerber ebenfalls beleuchtet und verlinkt werden. Spricht der entsprechende Beitrag die richtige Kundengruppe an (also wird in einem passenden Medium platziert), kann alleine das schon Kunden bringen – es geht nicht nur um den Link. Für Rankings derweil ist auch die Co-Citation eines Unternehmens oder Produktes gemeinsam mit bekannten Namen von Interesse. Masse statt Klasse ist in den allermeisten Fällen wenig nachhaltig.

Linkaufbau: Veraltete Methoden bzw. Spam

Was früher üblich war, funktioniert heute nur kurze Zeit. Der Aufbau von Spamlinks beziehungs von Links mit niedriger Qualität ist schon lange nicht mehr gefragt. Und dennoch tauchen diese immer wieder auf. Insgesamt geht es um Verhältnismäßigkeiten. Es schadet nicht, einen reziproken Link aufzubauen, wenn er einer Seite nutzt (weil diese z.B. Traffic bringt). Wenn aber zahlreiche Links dieser Art aufgebaut werden, wird es kritisch. Die folgenden – vollständig veralteten – Methoden sollet Ihr sein lassen:

  • Artikelverzeichnisse.
  • Massenhaft Webverzeichnisse / Webkataloge (einige sind noch OK).
  • Social Bookmarks.
  • Auffällig viele Keyword-Anchor.
  • Sitewide-Linking (follow-Links).
  • Immer nur einen Link auf gleiche Art einbauen.
  • Widgets und andere stark skalierende Inhalte wahllos verteilen.
  • Viele Reziproke Links.
  • Linkaufbau ohne Monitoring.
  • Links, über die ganz sicher keine Besucher kommen.

Unerwünschte Links: Nicht zu unterschätzen

Manche Links wirken sich schädlich aus – das ist weitestgehend bekannt. Häufig wird aber ein alter Aufbau solcher schädlicher Links unterschätzt. Darüber hinaus scheint vielen Seitenbetreibern nicht bekannt zu sein, dass diese Art von Links in der Regel ganz von alleine neu entsteht – ohne jemals aktiv dazu beizutragen. So genannte Scraper-Seiten (Seiten, die den Content anderer Seite “lesen” und verwenden) gibt es in durchaus großem Umfang und in der Regel wird dann auch ein Link auf die Seite gesetzt, von der der Content kommt. Häufig wird auch der Content anderswo ‘abgegriffen’ – darunter eben auch von den Seiten, von denen man gute Links bekommen hat. So entstehen lauter Links, die die Rankings der eigenen Seite nach und nach absinken lassen. Die regelmässige Überprüfung ist eine Pflichtübung im Bereich SEO.

Kostenlose Tools für eine solche Überwachung sind nett; sie finden in der Regel aber nicht alle Links und lassen dann nur allzu häufig die Schädlichsten außen vor. Wie oft eine Überprüfung sinnvoll ist, kann ganz unterschiedlich ausfallen. Insgesamt kommt es dabei stark auf den prozentualen Anteil schädlicher Links an. Bei einer kleineren Seite mit wenigen Links, die aber häufig schädliche Links bekommt, sollte eine häufigere Prüfung stattfinden. Es ist gar keine Seltenheit, dass man für eine solche Seite letztlich 80% aller Links in das Google Entwertungstool (Google Disavow) hochladen muss. Keine Angst davor, es hilft den Rankings. Die zu erwartende Entwicklung und sinnvolle Prüfungsintervalle lassen sich auch nur mit Hilfe von Tools  individuell einschätzen.

Am Ende zählen Erfahrung und Qualität

Hier schließt sich nun der Kreis: Professionelle Tools und Erfahrung im Linkbuilding oder mit Link Audits und Google Penalties ist zwingend  notwendig, um eine Seite möglichst gepflegt zu halten und damit nachhaltige Rankings zu erreichen. Qualität punktet, niedrige Qualität verliert. Das gilt auch dann, wenn kein aktiver Linkaufbau betrieben wird.

 

Magento SEO – Suchmaschinenoptimierung im E-Commerce

Magento und die Suchmaschinenoptmierung

Schon gleich zu Beginn: Magento ist sehr flexibel. Man kann mit dem Shopsystem alle Anforderungen an eine hervorragende Suchmaschinenoptimierung erfüllen und damit richtig gut punkten. Aber: Man muss wissen, was man tut. SEO für Magento erledigt sich nicht einfach, indem man eine SEO-Extension oder ein SEO-Plugin installiert, auch wenn eine solche Erweiterung unbedingt notwendig ist. Den Job erledigt diese aber nicht – sie ist lediglich Bestandteil des gesamten Aufgabenpaketes, das auf einem zu kommt, wenn man einen Shop mit Magento für Suchmaschinen fit machen will.

Patentrezepte für die Suchmaschinenoptimierung mit Magento?

Neulinge im Bereich SEO glauben nur allzu oft, es wäre einfach. Das ist es aber nicht. Einfache Patentrezepte gibt es nicht. Wie ein Shop eingerichtet sein sollte, das ist eine individuelle Angelegenheit. Dennoch gibt es aber einige grundsätzliche Schritte, denen Ihr im Zuge der Einrichtung eines Magento-Shops folgen solltet:

  1. Keyword-Recherche und Ausarbeitung der Shop-Struktur: Im allerersten Schritt ist (wie immer im Bereich SEO) eine Recherche notwendig. Welche Keywords sind relevant für Euer Vorhaben und wie wollt Ihr diese im Shop strukturieren? Diese Fragestellung steht ganz am Anfang. Hilfe für die Recherche bekommt Ihr bei mir im Beitrag rund um die Keyword-Recherche. Zu jedem Keyword oder einem kleinen Keyword-Set sollte eine LandingPage gehören – das kann eine Kategorie-Seite, eine Produkt-Seite oder auch eine CMS-Seite sein. Sortiert also die von Euch gefunden Keywords danach und baut so Eure Shop-Struktur auf.
  2.  Installiert Euch gegebenenfalls notwendige Magento-SEO-Extensions, mit denen Ihr die wichtigsten Dinge erledigen könnt. Die Extensions, die geeignet sind, kosten Etwas … die Beträge sind aber angesichts der aufwändigen Programmierarbeit, die ansonsten selbst erledigt muss, recht übersichtlich. Das Plugin bzw. die Extension ‘Advanced SEO’ ist beispielsweise mit nur rund 19 USD sehr günstig. Und denkt daran: Keine Extension ohne vorherige Sicherung installieren.
  3. Geht den Setup durch. Der kann je nach Setup, Template oder installierten Extension unterschiedlich ausfallen und muss dementsprechend auch unterschiedlich eingerichtet werden. Ein simples Patentrezept gibt es eben im Bereich SEO ohnehin nicht, das gilt auch für Magento.

Magento Setup Tipps für die Suchmaschinenoptimierung

Eigentlich nichts Neues, aber trotzdem ist es immer wieder erwähnenswert: Neben wichtigen Optimierungselementen wie Title, Descriptions, Seitenstruktur, Produkttexte, technisch einwandfreie Seite und vielen anderen zählt vor allem, ob Eure Seite als “relevant” eingestuft wird. Das kann vor allem an Dingen wie der Absprungrate, der Return-to-Search-Rate, Conversions und anderen Kriterien nachvollzogen werden. Ganz egal, wie sehr andere Kriterien passen – ohne diesen Teil wird es nicht funktionieren. Deshalb beinhalten meine Tipps auch Dinge, die indirekt mit SEO für Magento in Verbindung stehen:

  1. Deaktiviert überflüssige Funktionalitäten wie etwa die Wishlist, die Umschaltung zwischen Gitter- und Listenansicht oder die Auswahl der Anzahl gezeigter Produkte. Ihr schafft ansonsten damit Inhalte, Seiten und Funktionalitäten, die nicht benötigt werden und vom eigentlichen Thema nur ablenken: Conversions. Magento ist ein sehr starkes Shopsystem, konzentriert Euch auf die Dinge, die funktionieren. Außerdem blasen einige Dinge den Code Eurer Seite auf und sorgen für schlechte Ladezeiten – auch das ist letztlich ein relevanter Ranking-Faktor.
  2. Schafft keine überflüssigen SEO-Texte. Diese Vorgehensweise ist veraltet und wird von Google eher negativ quittiert. Schreibt für User. Was interessant ist, hängt vom Produkt ab und in einigen Fällen reicht eine kurze Beschreibung einer Kategorie oder eines Produktes vollkommen aus. Keywords kommen in diesen Texten natürlich dennoch vor; nur eben nicht im Übermass.
  3. Pflegt Seitentitel (Title), Seitenbeschreibung (Description) und Texte nach Möglichkeit manuell und seid dabei individuell. Der Title sollte nicht mehr als etwa 55 Zeichen umfassen, die Description nicht mehr als 140 Zeichen. Eure Keywords sollten vor allem im Title vorkommen, in der Description sind sie wichtig, um Euren Usern das zu liefern, wonach sie gesucht haben. Auch die URL und der Dateiname hochgeladener Bilder sollte zu den Keywords der jeweiligen LandingPages passen.
  4. Deaktiviert das Tagging:
    Konfiguration >> Erweitert >> Mage_Tag auf “deaktivieren” setzen
    Wenn Ihr die Vergabe von Tags aktiv lasst, vergeben Eure User gegebenenfalls Tags, die sich mit den LandingPages für Eure Keywords überschneiden. Am Ende entstehen dabei Seiten, die miteinander konkurrieren. Besser ist eine regelmässige Auswertung der Suche (wie oder was wurde auf Eurer Seite gesucht) und das Anlegen von passenden LandingPages zu entsprechenden Suchbegriffen, die möglicherweise auch bei Google gesucht werden.
  5. Aktiviert unbedingt die Verwendung von Canonical URLs … diese Funktionalität findet Ihr in jedem besseren SEO-Plugin für Magento.
  6. Schließt mit Hilfe einer SEO-Extension die Ergebnisse der Magento-Suche auf “noindex, follow” von der Indexierung aus. Wenn Ihr Filter verwendet, sollten auch die Ergebnisse der gefilterten Seiten auf “noindex, follow” gesetzt werden.
  7. Im Setup solltet Ihr unbedingt unter “Sessiongültigkeit” die Einstellung “Verwende SID im Shop-Frontend” auf “Nein” einstellen. Die Warnungen an dieser Stelle sind irrelevant – die SID dagegen erzeugt nur jede Menge unerwünschten doppelten Content.
  8. Verwendet Kategoriepfade für Produkt-URLs. Ihr könnt sonst schwer im Reporting nachvollziehen, welche Kategorien sind auf welche Art und Weise entwickeln. Eine gute Struktur ist ausserdem für Google durchaus wichtig.
  9. Verwendet alle Möglichkeiten, die Magento für die Sicherheit bietet. So sollte etwa die Login-URL nicht bei der Standard-URL belassen werden – das könnt Ihr ebenfalls im Setup leicht einrichten. Verwendet ein möglichst sicheres Passwort. Warum? Ganz einfach: Magento ist bekannt und wird deshalb gerne zum Opfer von Hackern. Mit dem Platzieren von schadhaftem Code kommen außerdem in der Regel sehr viele schmutzige Links, die Eure Seite bei Google in eine Penalty (Abstrafung = Herunterstufung Eurer Seite in den Suchergebnissen) bringen.
  10. Verwendet eine automatisch generierte Sitemap.

SEO vor dem GoLive berücksichtigen

Es gibt noch Vieles mehr zu beachten, ein komplett ‘sauberer’ Shop mit Magento ist nicht gerade ein Kinderspiel. Gerade, wer noch keine Erfahrung mit SEO oder Magento hat, sollte nicht annehmen, dass es sich um ein simples Thema handelt.

Wichtig ist: Wenn Dinge schief gelaufen sind und falsch im Google Index gelandet sind, wird es meist zeitaufwändig, diese Dinge wieder los zu werden. Effizienter ist eine Überprüfung des Setups und der Shopstruktur vor dem ersten GoLive – damit spart man sich ärgerliche Aufräumaktionen, die noch dazu nicht gerade günstig sind und die sich auch über einen längeren Zeitraum hin ziehen können.

 Ihr braucht Hilfe? Es ist schon schief gegangen, Euer Shop will einfach nicht ranken? Oder Ihr startet einen neuen Shop mit Magento und wollt mit SEO punkten? Kein Problem: Ruft mich an oder schreibt mir – ich erstelle gerne ein individuelles Angebot für einen SEO-Audit oder ein Coaching, bei dem Ihr lernt, Magento richtig zu verwenden. Zur Startseite und den Kontaktdaten.

Coworking und Startups am südlichsten Zipfel Europas

Nerds gibt es überall auf der Welt und es ist kein großes Geheimnis, dass ich oft auf Sardinien bin. Im Gegensatz zu den meisten Touristen bevorzuge ich dabei den Süden der Insel. Wer nun glaubt, dass Sardinien klein wäre, der täuscht sich: Etwas größer als das Bundesland Hessen kann die Insel sogar mit einer Großstadt aufwarten. Cagliari liegt ganz unten im Süden und mitsamt den angrenzenden Orten umfasst sie etwa 650.000 Einwohner.

Ich bin also auf der Insel auf die Suche gegangen und habe sie gefunden: Eine Insel auf der Insel … eine kleine Welt, die im Grunde genommen nicht im Geringsten von den coolen Co-Working Spaces in Berlin oder von Startups anderswo abweicht. Digitaler Lifestyle ist universell und dass lässt sich hier – gute 1.500 bis 2.000 km weiter südlich – sehr gut nachvollziehen.

Geht mit mir auf die Reise und werft einen Blick auf die faszinierende Inselwelt.

Tiscali und OpenCampus- Nerdzentrum in Cagliari

Tiscali ist einer der größten Telekommunikationsanbiter in Italien. Das Unternehmen – eine Art Mischung aus T-Online und 1&1 – ist erfolgreich seit 1998 tätig. Wie viele in vielen vergleichbaren Unternehmen setzt man auch hier auf die Entwicklung neuer Geschäftsideen im digitalen Umfeld. Den entsprechenden Rahmen dafür schafft der :OpenCampus, der zugleich Coworking Space und auch Dreh- und Angelpunkt der Online-Szene Sardiniens ist.

Die Räumlichkeiten des :OpenCampus sind im Gebäudekomplex von Tiscali zu finden. Hier wird neben der Infrastruktur mit Arbeitsplatz, Küche, Konferenzräumen und selbstverständlich einem schnellen Internetzugang vor allem auch ein umfassendes Programm mit regelmässigen Sessions (kostenlos) für die Mieter und interessierte Zuhörer geboten. Daneben können die hier ansässigen Freelancer und Startups auch auf einige andere Services wie etwa eine grobe Beratung in Sachen Steuern/Finanzierung und rechtliche Angelegenheiten zurück greifen.

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Ein Blick in die heiligen Hallen

Schon beim allerersten Blick auf das Gebäude und in den Eingangsbereich fällt auf: Man ist cool und legt Wert auf Lifestyle. Hinter dem typischen Berliner Entrepreneur und Onliner müssen sich die Sarden hier nicht verstecken – ganz im Gegenteil.

Das Gebäude ist ein Muster an zeitgemäßer Architektur, die Bögen, Gänge und das ganze Konzept lässt sofort die Hand eines Künstlers erahnen und dieser Eindruck verstärkt sich immer weiter. Vom lieblosen Betonklotz mancher Büroetagen in Deutschland ist das hier weit entfernt.

Allzu viele Leute wie ich scheinen sich dennoch nicht hierher zu verirren, ich werde durchaus neugierig gemustert. Aber: Man ist sehr nett, es fühlt sich keinen Moment unangenehm an. Die Räume des Opencampus wirken einladend, hier wird konzentriert gearbeitet, einzelne Freelancer und ganze Teams arbeiten an allem, was die digitale Welt nun einmal so hergibt. Im Programm des OpenCampus habe ich außerdem gesehen, dass die dort angebotenen Sessions auch SEO umfassen – und das auf dem allerneuesten Stand der Dinge. Außerdem spricht man hier auch Englisch; das ist in Italien schließlich keineswegs selbstverständlich.

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Startup im OpenCampus: Guide me right

Ich treffe bei meinem Rundgang auch auf die Gründer Luca Sini und Andrea Zanda der Plattform Guide me right und unterhalte mich ein wenig mit ihnen. Die Gründungsidee: Wer nach Italien kommt, sucht unterschiedlichste Zerstreuung, ob Wanderung, Klettertour, Kochkurs oder wonach das Herz auch immer steht. Ganz nach dem Prinzip andere Plattformen setzen die Gründer dabei auf private Initiative: Jeder kann hier sein Angebot einstellen. Interessierte Reisende können sich verabreden und so die Welt aus der Perspektive der Landesbewohner kennen Lernen.

Mir persönlich gefällt die Idee: Abschied vom touristischen Einheitsbrei. Vor Ort arbeiten sie mit einem ganzen Team. Auch mit SEO kennen sie sich aus, Tools wie SEMrush oder Site Analyzer und die gesamten Google Tools sind ihnen vertraut. Mit anderen Worten: Eigentlich ist hier alles fast wie bei uns. Bis auf die Umgebung eben. Arbeiten an einem der schönsten Orte in Europa ist letztlich doch etwas Besonderes.

Coworking an einem der schönsten Orte Europas

Wer will kann sich hier jederzeit einmieten. Ab einem Monat ist das möglich, die Preise sind moderat. Der Standort außerhalb Cagliaris erfordert meines Erachtens ein Auto – aber ohne Fahrzeug ist man auf Sardinien ohnehin schlecht bedient. Die Umgebung zu erkunden; das sollte man sich dabei nämlich auf keinen Fall entgehen lassen. Immerhin liegen in der näheren Umgebung einige der schönsten Strände Europas.

Aber auch Gebirgszüge für Hiking- oder Kletterfans, attraktive Surfspots, erstaunliche ehemalige Bergwerkswelten, schroffe Klippen oder eben die lebendige Hauptstadt Cagliari mit eigenen kilometerlangem Strand (im Bild oben) sind einfach attraktiv. Der Flughafen ist darüber hinaus auch nicht weit entfernt vom Standort. Ich überlege ernsthaft, mein eigenes Betätigungsfeld – SEO-Beratung und SEO-Consulting – einfach für eine Weile hierher zu verlegen.

cagliari-umgebung

Um den Vorurteilen gleich entgegen zu wirken: Neben Annehmlichkeiten wie fließendem Wasser, Elektrizität einem sehr gut ausgebauten Mobilnetz, Einkaufszentren und Straßen gibt es hier auf der Insel fast Alles, was wir auch von zu Hause kennen.

Im Gegensatz zum italienischen Festland schätze ich hier aber vor allem Eines: Authentizität. Gerade der Süden der Insel ist “echt” und weit entfernt von den Hotelburgen des italienischen Festlandes oder der Mittelmeerküste Frankreichs. Nur in den Sommermonaten wird es voll – alle anderen Monate sind entspannt, man findet leicht einen Strand, an dem man fast alleine ist und auf einer Wandertour in den Bergen begegnet einem ohnehin so gut wie niemand. Von der guten Küche hier will ich Euch gar nicht erst vorschwärmen. Es kostet also etwas Disziplin, hier auch zu arbeiten. Wer es aber wagt, findet gute Voraussetzungen, ein Netzwerk unterschiedlichster Leute im Rahmen des Coworking und eine herrliche Umgebung. Ob Ihr nun SEO, Programmierer, Blogger, Webdesigner oder anderweitig in digitalen Welten unterwegs seid. Kontakt könnt Ihr über Facebook oder per E-Mail aufnehmen.

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Fragen? Kommentiert diese gerne, ich kenne Sardinien gut und kann in den allermeisten Fällen Auskunft geben – Ihr könnt Euch auch auf meiner Seite Sardinien Inside umschauen – dort gibts es mehr Infos rund um Cagliari, die Gegend rund um Cagliari und Sardinien im Allgemeinen. Fragen rund um Tiscali oder den OpenCampus kann ich gerne weitergeben – ich tue mein Bestes, um Eure Fragen dazu zu beantworten.